50 % der Teenager im Internet belästigt

Mehr als jeder zweite Schweizer Teenager ist im Internet schon belästigt, beleidigt oder bloss gestellt worden - dies ergab eine Umfrage von Microsoft. Kein Wunder: 72 % der Befragten sind auch bereit, private Bilder und Infos im Web zu zeigen.
Zwar wurden 73 Prozent der Jugendlichen nach eigenen Angaben über die Risiken des Internets informiert, aber bei nur einem Prozent zeigt dies Wirkung. 72 Prozent haben nämlich kein Problem damit, sensible Daten und Informationen im WWW zu platzieren. Das besagt die Microsoft-Studie.
Wie viele Jugendliche im Internet bereits gedemütigt, bedroht oder mit sexuellen Angeboten belästigt wurden, eruierte Microsoft in der Onlinestudie ebenfalls. Das Ergebnis ist erschreckend: Mehr als jeder zweite Teenager in der Schweiz hat im Internet bereits schlechte Erfahrungen gemacht.
Für Microsoft ist dies kein Grund, die Kinder vom Internet fern zu halten. Schliesslich gehörten Chat-, Blog- und Mailfunktionen im Berufs- und Privatleben dazu. Der Software-Riese setzt auf das Engagement der Eltern und gibt folgende Tipps:
Damit Eltern und Jugendliche punkto Onlinesicherheit miteinander im Gespräch bleiben, sollte der Computer in einem Raum stehen, der von der ganzen Familie genutzt wird. Man solle zum Beispiel den Kindern klar machen, dass Fotos, Filmchen und Kommentare aus dem Internet nicht einfach wieder spurlos verschwinden. Dritte könnten Bilder kopieren, verfremden und weiterleiten. Deswegen sollten Kinder nicht zuviel von sich preisgeben. Auch Chatten sei ein wichtiges Thema: Kinder müssten wissen, dass sie sofort ohne Angaben von Gründen Chats verlassen dürften und den Administrator alarmieren sollten, wenn sie sich belästigt fühlen. «Bekannte» aus dem Internet dürften sie nur an einem öffentlichen Ort und in Begleitung eines Erwachsenen treffen – die drohende Gefahr von Übergriffen müssten Eltern konkret ansprechen.
Nur wer seinen PC schützt, kann laut Microsoft auch auch sein Kind behüten. Deshalb sollten Daten regelmässig gesichert sowie Antispyware, Virenschutzprogramme und eine Firewall installiert werden. Auch die Aktualisierung sämtlicher Software beuge Sicherheitslücken vor. Über Jugendschutzeinrichtungen liessen sich darüber hinaus erlaubte Inhalte, Websites und Aktivitäten auf dem PC definieren. Hier bewähre es sich, gemeinsam Regeln zu vereinbaren, statt pauschal Verbote auszusprechen – auch damit Kinder ihre Eltern wirklich alarmieren, wenn sie beispielsweise mit verstörenden Gewalt- oder Pornografiedarstellungen konfrontiert werden. Und diese nicht etwa speichern oder gar weiterleiten würden: In diesen Fällen mache sich das Kind strafbar. «Ein solides Basiswissen und eine offene Kommunikation – das sind die besten Voraussetzungen, um sein Kind im Internet zu schützen», fasst Microsoft zusammen.
Quelle: PCTipp